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 Kindergärten – finanzielle Belastung Glücksburg

21.08.2017

Im Zusammenhang mit der Glücksburger „Finanzmisere“ ist auch die besondere Problematik der Finanzierung der Kosten der Kindertagesstätten zu sehen.

Die Zuschüsse der Stadt sind von 271.000 € im Jahr 2008 auf (lt. HH-Planung) voraussichtlich rd. 717.000 € angestiegen. Durch die Schaffung weitere Plätze für Kinder von 1 bis 3 Jahren wird der notwendige Anteil der Stadt an den Betriebskosten weiter steigen.

Um es auf den Punkt zu bringen: Wir können uns das (eigentlich) nicht leisten.

Im Wahlkampf (Landtagswahl 2017) haben sich die Parteien wie folgt geäußert (Quelle Schleswig-Holstein-Journal Ausgabe 17 – 29.04.2017):

SPD: „100 Euro Zuschuss für das zweite KiTa-Jahr ab 2019, für das dritte KiTa-Jahr ab 2020 und fortlaufend weiter bis zur Beitragsfreiheit.“

CDU: „Senkung des Elternanteils an den KiTa- Betriebskosten auf maximal 25 Prozent.“

SSW: „Schrittweise Verzicht auf KiTa-Beiträge – mehr Personal für frühkindliche Betreuung“

Grüne: „mehr Investitionen in die Qualität von KiTas“

FDP: „KiTa-Elternbeiträge max. 200 € monatlich bei Unter- und 150 € bei Über-Dreijährigen“

Wenn nun die Kindergartenbeiträge gedeckelt werden, wird sich der Anteil der Stadt an den Betriebskosten der Kindergärten in den nächsten Jahren zwangsläufig noch weiter erhöhen, zusätzlich auch dadurch, dass die Betreuungsqualität weiter verbessert werden soll und sich das auch auf die Kosten auswirken wird.

Wer den – wie zitiert - Verzicht auf KiTa-Elternbeiträge, die Senkung oder Deckelung der Elternbeiträge proklamiert und verspricht, der darf das nicht auf Kosten anderer – hier der Kommunen – tun, sondern muss für eine Gegenfinanzierung aus eigenen Mitteln Sorge tragen.

Das Land muss daher dafür sorgen, dass Glücksburg – wie auch andere betroffene Kommunen – von diesen Kosten entlastet wird – und zwar erheblich.

Betreuungsplätze für Kinder unter 3 Jahren

Durch die Bildung einer Natur-Gruppe im ev. Kindergarten sowie verschiedene Umstrukturierungsmaßnahmen können 10 bis 15 weitere Betreuungsplätze für Kinder im Alter von einem bis drei Jahre geschaffen werden.

Innerhalb der Stadtvertretung besteht jedoch Einvernehmen, dass weitere u3-Plätze geschaffen werden sollen, um die bestehende Nachfrage decken zu können.

Verschiedene Möglichkeiten werden derzeit geprüft.