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Ehemaliges Hotel Intermar

 09.02.2017

Der Bebauungsplan Nr. 39 „Intermar“ wurde von der Stadtvertretung am 14.06.2016 beschlossen und ist seit dem 25.08.2016 in Kraft. Gem. Bebauungsplan ist das Plangebiet als „Sonstiges Sondergebiet“ mit der Zweckbestimmung als Kurgebiet festgesetzt. Innerhalb des Sonstigen Sondergebietes ist grundsätzlich nur ein „Hotel einschließlich der für den Betrieb und Bewirtschaftung erforderlichen Nebenanlagen“ zulässig.

Ich befürchte allerdings, dass sich hier ein sog. „Aparthotel“ entwickeln wird oder mit anderen Worten ein „Haus mit Ferienwohnungen“. 

Im Rahmen der Beratungen in den Gremien wurde jedoch klar der Wille und das Ziel der Planung ausgedrückt, dass in dem Plangebiet grundsätzlich keine Dauerwohnnutzung erfolgen soll, sondern der Betrieb eines Hotels als „Beherbergungs- und Verpflegungsbetrieb“ zur kurzfristigen Unterbringung und Verpflegung von Gästen.

Dieses Planungsziel wird auch in der Begründung zum Bebauungsplan klar definiert.

Auszüge aus der Begründung zum B-Plan:

1. „Die Hauptnutzung bildet ein Hotelbetrieb, einschließlich der für den Betrieb und die Bewirtschaftung erforderlichen Nebenanlagen. Mögliche Nebennutzungen und -anlagen haben sich dieser Hauptnutzung baulich und funktional unterzuordnen. Sie obliegen darüber hinaus der Entscheidung der Bauaufsicht und der Zustimmung der Stadt Glücksburg (Ostsee). Dies betrifft auch mögliche andere Betreiberformen der touristischen Nutzung als für die Hotelnutzung innerhalb der in Teileigentum von Privateigentümern stehenden Räumlichkeiten. Im Regelfall muss hierbei die Organisationshoheit durch den Hotelbetrieb gewährleistet sein.“

2. „Die Errichtung von Eigentumswohnungen soll, außer der 2005 genehmigten Dauerwohnung, unterbunden werden. Durch diese Regelungen sollen die weiteren Rahmenbedingungen für die Errichtungen eines Hotels gewährleistet bleiben. Die Stadt Glücksburg (Ostsee) beabsichtigt somit, ihrer Funktion als Standort für Tourismus gerecht zu werden und eine entsprechende touristische Nutzung zu sichern.“

Die Einrichtung von Räumlichkeiten in dem Gebäude zu länger oder ausschließlich genutzten Ferienwohnungen würde somit nicht von den Festsetzungen des B-Plans gedeckt und somit rechtswidrig sein.

Aber wer soll und wird das zukünftig kontrollieren? Eine Möglichkeit gäbe es, um in Sinne der Zielsetzung des B-Plans eine länger-/langfristige Nutzung der Räume zumindest zu erschweren: Das Verbot der Einrichtung von Küchen und Kochstellen in Zuordnung zu den einzelnen Zimmern. Das heißt, dass in den einzelnen Hotelzimmern keine Küchen oder Kochzeilen eingebaut werden dürfen.

Leider fehlt eine solche Regelung im aktuellen B-Plan. Ich habe vorgeschlagen, über eine diesbezügliche Änderung des B-Plans zu beraten und möglichst zu beschließen. 

 

Strandrestaurant in Sandwig

15.06.2016

Die bisherige Planung der Erweiterung des Strandbistros in Sandwig war sowohl auf Widerstand bei mehreren Mitgliedern der Stadtvertretung und des zuständigen Ausschusses als auch Kreisen der Bevölkerung gestoßen. Nachdem diese Planung von der für den Küstenschutz zuständigen Behörde definitiv abgelehnt worden war wurde nun ein neuer Entwurf zur Beratung vorgelegt. Die bauliche Erweiterung des Bistros wurde erheblich reduziert und ist nicht mehr in Richtung Wasser vorgesehen. Dass für Fußgänger, die über die Kirstenstraße zur Promenade kommen, die Sicht auf die Förde versperrt wird, ist ein wenig schade, m. E. aber von untergeordneter Bedeutung. Wir wollen eigentlich alle, dass der Bereich der Promenade attraktiver gestaltet wird und mehr bietet für Touristen aus Nah und Fern und natürlich auch für uns Glücksburger/-innen. Wasch mich, aber mach mich nicht nass, funktioniert nicht. Wenn wir das eine wollen, müssen wir das andere in Kauf nehmenn. Die Stadtvertretung hat nun in ihrer Sitzung mehrheitlich dem geänderten und angepassten Entwurf des Bebauungsplans (Änderung) zugestimmt.

 

27.10.2014

In ihrer Sitzung am 23.09.2014 hat die Stadtvertretung den Aufstellungs-, Entwurfs- und Auslegungsbeschluss betreffend die 13. Änderung und Erweiterung des Bebauungsplanes Nr. 16 - Sondergebiet Strandrestaurant und Strandterrasse – in Sandwig nach Vorberatung im Ausschuss für Tourismus, Bauwesen und Umwelt gefasst.

Den Beschluss finden Sie über den link

http://ratsinfo.flensburg.de/gluecksburg/sdnetrim/Lh0LgvGcu9To9Sm0Nl.HayIYu8Tq8Sj1Kg1HauCWqBZo5Ok9LkyJbxIWsHTs4Qn0KezKeyDWq8Sn6Rk1Lf0KjvFavETqASj1Mj0KaxJYr8Wp9UGJ/Beschlusstext_SV-40-2014_-oeffentlich-_Stadtvertretung_23.09.2014.pdf , den Entwurf dieser 13. Änderung und Erweiterung des B-Plans 16 über den Link http://ratsinfo.flensburg.de/gluecksburg/vorgang/?__=LfyIfvCWq8SpBQj0MnzMawIWr8Up4SGJ .

Wie der Planzeichnung und dem Text Teil B zu entnehmen ist, soll es durch diese Änderung des B-Plans insbesondere rechtlich ermöglicht werden,

a) die Grundfläche und damit die Größe des den südlichen Teil des Brückenanfangs erstreckenden Gebäudes (Bistro Sandwig) mehr als zu verdoppeln (Text Ziffer 2.1)
und

b) eine dieses Gebäude umfassende Terrasse zur Bewirtschaftung von Gästen des Lokals mit einer Fläche von bis zu 400 qm zu errichten (Text Ziffer 2.3).

Weiter sollen die Voraussetzungen für die Errichtung je eines Gebäudes für die Bewirtschaftung des Strandes mit einer Grundfläche bis zu jeweils 30 qm im Bereich des Strandes nördlich und südlich der Brücke geschaffen werden (Text Ziffer 4.1).

Die Frage ist, ob wir uns mit dieser Planung einen Gefallen tun oder vielleicht die Voraussetzungen für die nächste Glücksburger Bausünde schaffen würden.

Ihre Meinung ist von Interesse. Teilen Sie mir oder auch den anderen in der Stadtvertretung vertretenen Parteien Ihre Überlegungen und Gedanken zu dieser Planung mit.